So funktioniert die Masche
Sie werden über eine Stellenanzeige, eine Recruiter-Nachricht oder eine Job-E-Mail für eine Rolle mit Titeln wie „Paketbearbeitungsagent“ oder „Versandkoordinator Qualitätskontrolle“ angeworben. Der Job klingt einfach: Pakete annehmen, prüfen, neu verpacken und mit den vom Unternehmen gelieferten Etiketten weiterschicken.
Die Pakete enthalten Waren - Handys, Elektronik, Kleidung -, die mit gestohlenen Zahlungsdaten gekauft wurden. Indem Sie sie weiterleiten, meist ins Ausland, kappen Sie die Spur zwischen dem Kriminellen und der Ware. Sie sind die sichtbare lokale Adresse, die das Risiko trägt, während die Hintermänner verborgen bleiben.
Warum es funktioniert und wen es trifft
Das Angebot zielt auf Menschen, die ein flexibles Einkommen von zu Hause suchen: Studierende, Pflegende, kürzlich Arbeitslose und Neuankömmlinge in einem Land. Es ist in professionelle Sprache gekleidet, mit Verträgen, Dashboards und einem Einarbeitungsprozess, die es wie eine echte Firma wirken lassen.
Es funktioniert, weil scheinbar nichts von Ihrem Konto abgeht - Sie nehmen entgegen und senden, Sie zahlen nicht -, sodass das Risiko verborgen bleibt. Die Kosten kommen später: wenn der versprochene Lohn ausbleibt und wenn Banken, Kuriere oder Polizei die gestohlenen Waren zu Ihrem Namen und Ihrer Adresse zurückverfolgen.
Warnzeichen im Detail
Jeder Job, dessen Kernaufgabe das Annehmen und Weiterversenden von Paketen ist - vor allem an Adressen im Ausland -, sollte als Weiterversand-Betrug gelten. Achten Sie auf zugesandte vorfrankierte Etiketten, Anweisungen, vorhandene Etiketten und Rechnungen zu entfernen oder zu ersetzen, und auf Druck, Sendungen schnell weiterzuleiten.
Lohn, der erst nach einer Probezeit fließt, ein Gehalt, das von einer Paketquote abhängt, und eine Firma, die Sie nicht über eine echte Registrierung oder Adresse prüfen können, sind starke Zeichen. Seriöse Logistik-Arbeitgeber betreiben ihr Geschäft nicht aus Ihrem Hausbriefkasten.
Was tun und wie Sie sicher bleiben
Nehmen Sie keinen Job an, der sich um das Annehmen und Weiterleiten von Paketen dreht, und versenden Sie keine Pakete für einen Arbeitgeber, den Sie nicht vollständig prüfen können. Gleichen Sie den Firmennamen mit einem offiziellen Handelsregister ab und suchen Sie nach dem Wortlaut der Stelle, der oft wörtlich in Betrugswarnungen auftaucht.
Haben Sie bereits begonnen, hören Sie sofort mit dem Weiterversand auf und schicken Sie kein Paket weiter, das Sie noch haben. Bewahren Sie alle Pakete, Etiketten und Nachrichten auf und melden Sie es Polizei und Kurierdienst - frühe Kooperation schützt Sie, falls die gestohlenen Waren zurückverfolgt werden.