So funktioniert diese Masche
Jemand kontaktiert Sie mit dem Versprechen einer großen Geldsumme: ein unerwartetes Erbe, ein Anteil an Auslandsgeldern oder ein lukratives Geschäft. Es wird eine Geschichte erzählt, warum das Geld feststeckt und warum man Ihre Hilfe braucht, um es freizugeben.
Bevor das Vermögen Sie erreichen kann, fällt immer noch eine Kosten an - eine Anwaltsgebühr, eine Bankgebühr, ein Schmiergeld oder eine Steuer. Sie zahlen, doch das versprochene Geld kommt nie, und es tauchen ständig neue Gebühren auf. Man nennt das auch 419- oder 'Nigeria-Connection'-Betrug.
Warum sie funktioniert und wen die Täter ansprechen
Die Belohnung klingt gewaltig und die verlangten Gebühren wirken im Vergleich klein, sodass Zahlen wie eine vernünftige Investition erscheint. Nach der ersten Überweisung zahlt man oft weiter, um das bereits Gegebene nicht zu verlieren - eine Falle, bei der man schlechtem Geld gutes hinterherwirft.
Die Täter sprechen sehr viele Menschen an und konzentrieren sich auf die, die antworten. Vertrauen, Höflichkeit und der Wunsch nach einem finanziellen Durchbruch lassen die Geschichte leichter glauben.
Die Warnzeichen im Detail
Ein Fremder, der Ihnen aus dem Nichts eine große Summe anbietet, ist das zentrale Warnzeichen - vor allem, wenn der Erhalt immer voraussetzt, dass Sie zuerst etwas zahlen. Die Geschichten sind oft dramatisch und handeln von fernen Ländern, sterbenden Klienten oder gesperrten Konten.
Achten Sie auf die Bitte um Geheimhaltung, Zeitdruck, die Forderung nach Zahlung per Überweisung oder Gutscheinkarte sowie auf Fragen nach Ihren Bankdaten oder Ausweiskopien.
So schützen Sie sich und was tun im Ernstfall
Reagieren Sie nicht auf unaufgeforderte Geldangebote und zahlen Sie nie eine Gebühr, um eine versprochene Auszahlung freizuschalten. Geben Sie keine Bankdaten oder Ausweisdokumente heraus, da diese für weiteren Betrug missbraucht werden können.
Haben Sie bereits Geld gesendet, wenden Sie sich sofort an Ihre Bank oder Ihren Zahlungsdienst, um es zurückzuholen, und stoppen Sie alle weiteren Zahlungen. Bewahren Sie die Nachrichten auf und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und der Verbraucherzentrale; seien Sie vorsichtig bei jedem, der später gegen Gebühr anbietet, Ihr Geld zurückzubeschaffen.