So funktioniert diese Masche
Ihnen wird mitgeteilt, Sie hätten einen großen Preis, eine Lotterie oder ein Gewinnspiel gewonnen - oft eines, an dem Sie nie teilgenommen haben. Die Nachricht kommt per E-Mail, SMS, über soziale Medien oder Telefon und klingt aufregend und offiziell, manchmal unter dem Namen einer bekannten Firma oder echten Lotterie.
Um den Gewinn zu erhalten, sollen Sie zuerst etwas bezahlen: eine Bearbeitungsgebühr, Steuern, Zollgebühren oder eine Versicherung. Der Preis kommt nie an, und auf jede Zahlung folgt eine neue Gebühr, bis Sie aufhören, Geld zu senden.
Warum sie funktioniert und wen die Täter ansprechen
Die Aussicht auf plötzliches, lebensveränderndes Geld lässt sich schwer ignorieren, und die kleine Gebühr wirkt winzig neben dem riesigen Gewinn. Die Täter erhöhen den Druck mit Fristen und raten Ihnen, den Gewinn geheim zu halten, damit niemand es Ihnen ausredet.
Solche Angebote werden breit gestreut und richten sich oft an hoffnungsvolle, einsame oder finanziell belastete Menschen. Wer einmal zahlt, gilt als ansprechbar und wird erneut kontaktiert.
Die Warnzeichen im Detail
Das deutlichste Zeichen ist die Aufforderung zu zahlen, um einen Preis zu erhalten. Ein seriöser Gewinn ist nie davon abhängig, dass Sie zuerst Geld senden, und echte Lotterien ziehen Steuern oder Gebühren nicht im Voraus über Sie ein.
Weitere Alarmzeichen sind der Gewinn eines Wettbewerbs, an dem Sie nie teilgenommen haben, die Bitte um Zahlung per Gutscheinkarte oder Überweisung, Zeitdruck und die Anweisung, den Gewinn vertraulich zu behandeln.
So schützen Sie sich und was tun im Ernstfall
Behandeln Sie jeden Gewinn, der eine Vorauszahlung verlangt, als Betrug und senden Sie kein Geld und keine Bank- oder Kartendaten. Sie können keine Lotterie gewinnen, an der Sie nicht teilgenommen haben - es gibt also nichts einzufordern.
Wenn Sie bereits gezahlt haben, kontaktieren Sie sofort Ihre Bank oder den Zahlungsdienst, um die Überweisung zu stoppen oder zurückzuholen, und bewahren Sie alle Nachrichten als Beweis auf. Melden Sie den Betrug bei der Verbraucherzentrale oder der Polizei und seien Sie misstrauisch gegenüber Folgeangeboten, die gegen Gebühr versprechen, Ihr Geld zurückzuholen.