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Paket- & Zustellgebühr-Maschen

Eine SMS oder Mail im Namen von DHL, DPD, Post oder Zoll behauptet, ein Paket werde zurückgehalten und eine kleine Gebühr sei nötig, um es freizugeben oder erneut zuzustellen. Der Link greift Kartendaten ab; die „Gebühr“ ist winzig, um deine Vorsicht zu senken.

Geprüft von Florian Wartner · Zuletzt aktualisiert

So funktioniert die Masche

Sie erhalten eine SMS oder E-Mail, angeblich von einem Zusteller wie DHL, Hermes oder der Post, dass ein Paket wartet, aber eine kleine Gebühr - oft nur ein oder zwei Euro - zur Freigabe oder für den Zoll fällig sei. Die Nachricht enthält einen Link zu einer Seite, die wie die des Zustellers aussieht und nach Ihren Kartendaten zur Zahlung der Gebühr fragt.

Der winzige Betrag ist ein Köder. Das eigentliche Ziel ist es, Ihre Kartennummer, das Ablaufdatum und die Prüfziffer abzugreifen, die die Täter dann für hohe unautorisierte Abbuchungen nutzen oder weiterverkaufen.

Warum sie funktioniert und wer betroffen ist

Fast jeder erwartet irgendwann ein Paket, daher trifft die Nachricht oft in einem plausiblen Moment ein. Eine Gebühr von ein oder zwei Euro wirkt zu gering, um einen Betrug wert zu sein, weshalb viele ohne Nachdenken zahlen.

Diese Nachrichten werden in riesigen Mengen an zufällige Nummern verschickt, sind also nicht persönlich. Sie funktionieren durch ihre schiere Reichweite: Selbst wenn nur wenige Prozent der Empfänger eine Lieferung erwarten und klicken, sammeln die Täter viele Kartendatensätze.

Warnzeichen im Detail

Schauen Sie sich Absender und Link genau an. Echte Zusteller kassieren keine Zustellgebühren per SMS-Link, und die Web-Adresse ist oft eine täuschend ähnliche Domain mit zusätzlichen Wörtern oder ungewöhnlicher Endung statt der echten Seite des Zustellers. Echte Zollgebühren in der EU werden mit ordentlichen Unterlagen abgewickelt, nicht per überraschender SMS mit sofortiger Kartenzahlung.

Weitere Anzeichen sind unpersönliche Anreden, keine echte Sendungsnummer, Rechtschreibfehler und der Druck, dass das Paket zurückgeschickt werde, wenn Sie nicht sofort zahlen.

So schützen Sie sich

Tippen Sie nicht auf den Link in der Nachricht. Wenn Sie wirklich ein Paket erwarten, öffnen Sie die offizielle App des Zustellers oder geben Sie die Web-Adresse selbst ein und prüfen Sie den Status mit der Sendungsnummer aus Ihrer Bestellung.

Falls Sie bereits Kartendaten eingegeben haben, kontaktieren Sie sofort Ihre Bank, um die Karte zu sperren, und achten Sie auf unautorisierte Abbuchungen. Betrugs-SMS können Sie an den Melde-Dienst Ihres Mobilfunkanbieters weiterleiten und bei der Verbraucherzentrale melden - danach löschen Sie die Nachricht einfach.

Warnsignale

  • Eine „Zoll“- oder „Zustellgebühr“ für ein evtl. unerwartetes Paket.
  • Ein Link, um einen sehr kleinen Betrag zu zahlen, um das „Paket freizugeben“.
  • Absendernummer oder Domain, die nicht dem echten Zusteller gehört.

Beispiel

Ihr Paket wartet. Eine Zustellgebühr ist erforderlich, um die Lieferung zu planen. Zahlen Sie die kleine Gebühr, um Ihr Paket freizugeben: hxxp://dhl-zustellung.info

Erfundenes Beispiel - keine echte Nachricht.

So schützt du dich

  1. 01Pakete nur über die offizielle App oder Website des Zustellers verfolgen.
  2. 02Zollgebühren werden nie per SMS-Link eingezogen.

Schon darauf reingefallen?

  1. 01Bei eingegebenen Kartendaten die Karte sperren und Abbuchungen beobachten.
  2. 02Die Smishing-SMS dem Anbieter melden und löschen.